Das Bode Museum

Das Bode-Museum in Berlin wurde im Jahr 1904 als Kaiser-Friedrich-Museum als viertes Gebäude auf der Museumsinsel in der Spree eröffnet. Nach der Wiedereröffnung im Jahr 1956 wurde das einstige Kaiser-Friedrich-Museum nach dem ersten Direktor des Hauses, Wilhelm von Bode, umbenannt, der sich durch die Mitgestaltung der Räumlichkeiten bleibende Verdienste erworben hatte. Ursprünglich waren im Bode-Museum auch das Ägyptische Museum und die Papyrussammlung untergebracht, die heute im Neuen Museum, ebenfalls auf der Museumsinsel in der Spree, besichtigt werden können. Das Bode-Museum zeigt seinen Besuchern das Münzkabinett, das Museum für Byzantinische Kunst und die Gemäldegalerie.

Beim Münzkabinett im Bode-Museum handelt es sich um eine der größten und ältesten Münzsammlungen der Welt. Die ältesten Exponate stammen aus der Zeit der Griechen und Römer, gehen also weit in die vorchristliche Geschichte zurück. Insgesamt beherbergt diese Sammlung weit über 500.000 Münzen und rund 300.000 weitere Exponate, die als Gipsabdruck oder Geldscheindublette erhalten sind. Nicht minder sehenswert ist das Museum für Byzantinische Kunst, die eine Skulpturensammlung von unschätzbarem Wert beherbergt. Die dargebotenen Exponate stammen größtenteils aus dem 3. – 15. Jahrhundert und wurden nicht nur aus dem Byzantinischen Reich, also dem östlichen Teil des Römischen Reiches, sondern aus dem gesamten Einzugsgebiet der einstigen Weltmacht rekrutiert. Das Münzkabinett wurde im Oktober 2004 wiedereröffnet, das Museum für Byzantinische Kunst folgte im Oktober 2006. 

Auffällig ist das Bode-Museum auch aufgrund seiner Architektur, die sich deutlich von den benachbarten Gebäuden unterscheidet, und seiner exponierten Lage an der nördlichen Spitze der Museumsinsel in Berlin. Der Architekt Ernst von Ihne bekam bei der Auftragserteilung für das heutige Bode-Museum durch Kaiser Wilhelm II. die Maßgabe an die Hand, dem Gebäude einen herrschaftlichen Ausdruck zu verleihen. Dies wurde einerseits durch eine zentral in das Bode-Museum integrierte Kuppel erreicht, andererseits mit der Anordnung der Gebäudeelemente entlang der Spree und eines Nebenflusses. Das Bode-Museum zählt anerkanntermaßen zu den bekanntesten Gebäuden, die im Stil des Wilhelminischen Barock errichtet wurden.


Öffnungszeiten
Täglich: 10:00 – 18:00 Uhr
Donnerstag: 10:00 - 22:00 Uhr
Info: Am Kupfergraben 1, 10785 Berlin, Tel. 030 / 266 3666
Anfahrt: U-Bahn U6 (Friedrichstraße)
S-Bahn S1, S2, S25 (Friedrichstraße);
S5, S7, S75 (Hackescher Markt)
Tram M1, 12 (Am Kupfergraben);
M4, M5, M6 (Hackescher Markt)
Bus TXL (Staatsoper);
100, 200 (Lustgarten);
147 (Friedrichstraße)
Eintrittspreise
  Normal Ermäßigt
Hauskarte Bode-Museum:: 8,00€ 4,00€
Standortkarte Museumsinsel: 12,00€ 6,00€
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