Exotische Urlaubsziele und ihre Reize

31. März 2010 - Artikel von: Thomas Stern

Die Münchner Abendzeitung berichtete dieser Tage über politische Krisenherde und ihren Status als Reiseziel. In der Aufzählung von Ländern wie Afghanistan, Irak, Kolumbien, Nordkorea, Moldawien oder dem Sudan tauchen bei Weitem nicht nur Brennpunkte der Vergangenheit auf, sondern auch der Gegenwart. Dennoch setzen einige Reiseveranstalter aktuell wieder auf Reisen in diese Regionen, da es auch in diesen Ländern relativ sichere Reiseziele gibt.

Beim Beispiel Südamerika Reise in Kolumbien lässt sich etwa feststellen, dass die Zusammenstöße zwischen Rebellen und Militär in den letzten Monaten stark abgenommen haben und praktisch nicht mehr existent sind. Ähnlich sieht es in Nordkorea aus, wo zwar nach wie vor ein kommunistisches Regime am Werk ist, die touristischen Reize aber unübersehbar vorhanden sind. Wer einen exotischen Urlaub im Nahzielbereich bevorzugt, entscheidet sich für einen Moldawien Urlaub in Osteuropa, wo sich die politische Lage inzwischen ebenfalls stabilisiert hat.

Selbst der Sudan ist für europäische Touristen längst keine No-Go-Area mehr, wie ein Blick in den gemäßigten Norden des Landes zeigt. Der Sudan hat fast noch mehr Pyramiden zu bieten als der nördliche Nachbar Ägypten. Sudan Reisen nach Darfur müssen aber nach wie vor zum Tabu erklärt werden. Im Irak bereiten sich findige Investoren bereits auf die Zeit der Stabilisierung vor, indem bis zu zwei Milliarden US-Dollar in ein Luxus-Resort mit Hotels, Marina und Golfplatz auf einer Insel im Tigris bei Bagdad gesteckt werden sollen.

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