Gran Canaria diskutiert über Seilbahn durch den Parque Rural del Nubio
22. Februar 2010 - Artikel von: Thomas Stern
Der Gipfel des Roque Nublo, dem Wahrzeichen der Kanaren-Insel Gran Canaria, liegt auf 1.630 Meter und bietet seinen Bezwingern eine sagenhafte Aussicht auf die Kleinstadt Tejeda und die gesamte Provinz Las Palmas, die am Fuße des Berges liegen. Um künftig noch mehr Touristen den Blick auf Gran Canaria aus der Vogelperspektive ermöglich zu können, wird rund um den Roque Nublo derzeit intensiv, aber auch sehr konträr über eine Seilbahn diskutiert. Die Seilbahn durch den Nationalpark Parque Rural del Nubio existiert bis jetzt nur in einer Studie, die vom auf den Kanaren sehr hoch angesehenen Ingenieur Rafael Cabrera erstellt wurde.
Demnach soll die Seilbahn auf Gran Canaria künftig den Ort Tejeda mit dem Gipfel des Roque Nublo verbinden und dabei einen Höhenunterschied von rund 600 Metern überwinden. Während sich die Vertreter aus der Tourismusbranche, allen voran Hoteliers und Gastwirte in und um Tejeda und der Provinz Las Palmas, vehement für den baldmöglichsten Bau der Seilbahn aussprechen, lehnen Umweltschützer einen derartigen Eingriff in die Natur im Parque Rural del Nubio kategorisch ab.
Die politischen Entscheidungsträger in der Inselregierung Gran Canarias und die Lokalpolitiker in Las Palmas verhalten sich bisher noch sehr diplomatisch und wollen erst die Ergebnisse weiterer Untersuchungen abwarten, ehe sie sich konkret über die Seilbahn am Roque Nublo äußern werden. Schon jetzt scheint jedoch klar, dass die Kosten für die Seilbahn auf Gran Canaria, die auf 15 Millionen Euro geschätzt werden, bei einer Realisierung von privaten Investoren getragen werden müssen.
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