Terrakotta Armee in China erhält Prinz-von-Asturien-Preis
20. Mai 2010 - Artikel von: Thomas Stern
Die weltberühmte Terrakotta Armee in China wurde im Jahr 1974 einige hundert Kilometer südwestlich der Hauptstadt Peking entdeckt und gehört inzwischen zum Weltkulturerbe der UNESCO. Unweit der Fundstelle der Terrakotta Armee befindet sich mit dem Mausoleum des Kaisers Qin Shihuangdi die größte Grabanlage der Welt. Nach der Ernennung zum UNESCO Weltkulturerbe wurde der Terrakotta Armee in China nun eine weitere renommierte Auszeichnung zuteil.
Mit dem Prinz-von-Asturien-Preis, der alljährlich in Spanien in verschiedenen Kategorien verliehen wird, wurden die Archäologen geehrt, die sich seit Jahrzehnten um die vollständige Ausgrabung und den Erhalt der Terrakotta Armee in China verdient machen. Der Prinz-von-Asturien-Preis ging in diesem Jahr in der Kategorie Wissenschaft aus Spanien auf die lange China Reise. Zu den Preisträgern dieser Auszeichnung, die traditionell im spanischen Oviedo in Asturien übergeben wird, gehört unter anderem auch Michael Schumacher in der Kategorie Sport.
Die Terrakotta Armee in China besteht aus rund 7.000 lebensgroßen Figuren, die sowohl Krieger und Pferde als auch komplette Gespanne darstellen. Das Qin Shihuangdi Mausoleum wurde im Jahr 210 vor Christus erbaut, die Terrakotta Armee etwa in dieselbe Zeit datiert. Als größte Herausforderung erweist sich für die Archäologen vor Ort der Erhalt der farbigen Lackierung der Figuren, da diese nach dem Ausgraben sehr schnell zu verblassen beginnt.
