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Ägyptische Museum

Mit seinen wertvollen Stücken böte das Ägyptische Museum das Material für eine ganze Fülle von Sonderausstellungen, die man in Deutschland mit einer hohen Sicherheitsstufe und hinter dickem Glas präsentieren würde. In Kairo sind die in dem 1858 gegründeten Museum teilweise über 3000 Jahre alten Fundstücke - Skulpturen, Altäre, Sarkophage oder aufwändig verzierten Mumien - relativ ungeschützt zu sehen und werden teilweise in einfachen Glasschränken aufbewahrt, die an den Schulunterricht erinnern. Man spürt, dass das Land soviel an den Zeugen alter Geschichte hat, dass es für die Präsentation gar nicht allzu viel Mühe aufwendet. (Zurzeit wird an einem Neubau in der Nähe der Pyramiden gearbeitet.) Das alte Museum ist einfach vollgestellt mit alten Schätzen, die teilweise gar nicht, mit hand- oder schreibmaschinenbeschriftet sind – und entwickelt gerade dadurch einen ganz eigenen Charme. Man sollte sich vor allem Zeit nehmen für diese Wunderkammer der Antike und sich vorher in einem Reiseführer etwas schlau gemacht haben. Zu den Highlights gehören natürlich die Kostbarkeiten des Grabes des Tutankhamun. Für mich gehört dazu unter anderem auch die kleine Statue des „Sitzenden Schreibers“ mit einer Papyrusrolle auf dem Schoß. Er stammt aus dem Jahr 2470 v.Chr. und hat aus Edelsteinen gestaltete grüne Augen, von denen man meinen könnte, sie seien lebendig.

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