Mit German Wings kamen wir gut und pünktlich in Pulkovo an. Von dort kommt man kostengünstig mit einem Airliner bis an verschiedene Metrostationen, von denen man dann mit der Metro in die jeweils gewünschten Richtungen fahren kann. Im Flughafen Geld ziehen oder tauschen. Im Bus kann man bar bezahlen (50 Rub). Zur Benutzung der Metro muss man vorher Münzen (jetons) kaufen (preiswert) und kann dann, so lange man die Barrieren (Drehkreuze) nicht verlässt, alle Linien benutzen.
Die Metrostationen sind sehenswerte Kunstwerke. Natürlich wird jedem Tourist auch überall ein Taxi angeboten, aber man kann es sich sparen, da die Stadt teuer genug sein wird ... Unsere Unterkunft befand sich in der Ulica Marata (eine Parallelstraße des Newski Prospekt). Am Nachmittag liefen wir den Newski ab über den Palastplatz bis zum Winterpalast – ein Ort von weltweiter historischer Bedeutung - (u.a. 1905: der Blutsonntag – Arbeiter kamen in friedlicher Absicht aus den Vororten Sankt Petersburgs zum Winterpalast, um für menschenwürdige Lebensbedingungen, für Agrarreformen, für die Abschaffung der Zensur und religiöse Toleranz zu demonstrieren. Sie wurden zusammengeschossen; 1917– Oktoberrevolution – die Machtübernahme der russischen Bolschewiki im Jahre1917 gegen die aus der Februarrevolution hervorgegangene Übergangsregierung der sozialdemokratischen Menschewiki) und dann den Newski wieder zurück, um uns in einer Seitenstraße ein preiswertes Cafe zu suchen.
2. Tag:
Auf unserem Plan, den wir täglich am Abend festlegten, da Petersburg so viel anbietet und man gut auswählen muss, stand das Russische Museum. Dieses Museum hat 315.000 Ausstellungsobjekte zu bieten und steht in gewisser Konkurrenz zur Tretjakow Galerie in Moskau. Die Ausstellungsstücke wurden von Alexander III (* 1845-1894 und Zar von 1881-1894) erworben. Zar Nikolaus II (*1968-1918) und Zar von 1894-1917) kaufte den Michajlow-Palast und erstand weitere Stücke. Zum Russischen Museum gehören auch noch das Stroganow-Palais, das Michajlow- (Ingenieurs) Schlosss und der Marmor-Palast.
Man kann dort Ikonen ab dem 11. Jahrhundert sowie spätere Werke bewundern einschließlich solcher, die in der Sowjetzeit nicht öffentlich zugänglich waren.
DIE Sehenswürdigkeit von Sankt Petersburg ist der Newski-Prospekt. Der Newski-Prospekt ist die Hauptstraße Sankt Petersburgs und eine der berühmtesten Straßen Russlands. Die 4,5 Kilometer lange Prachtstraße wurde 1709 als Verbindung von der Werft an der Newa hin zur Ausfallstraße nach Nowgorod gebaut.
Sehen sollte man auf dem Newski zum Beispiel die Fontanka, den Schlossplatz, die Anitschkow-Brücke sowie den Alexander-Newski-Platz. Hier sind zahlreiche wundervolle Baudenkmäler, historische Gebäude, Straßen, Plätze und Kais.
3. Tag:
Mit der Buslinie 5 kamen wir gut bis zum Smolnij-Kloster (Ploschad Rastrelli 3/1 ). Das Kloster wurde in der Zeit von 1748-1808 von verschiedenen Architekten (Bartolomeo Rastrelli, Wassili Stassow) in verschiedenen Stilepochen (russischer Stil und westlicher Barock, klassizistische Einflüsse) erbaut.
Aus dem Smolnij wurde 1917 der Sieg der Oktoberrevolution verkündet. Nach Lenins Machtübernahme war es bis März 1918 Sitz der russischen Sowjetregierung. Als dann Moskau Hauptstadt der UdSSR wurde, verlegte man die kommunistische Partei in den Smolnij.
Die verschiedenen Gebäude konnte man leider nicht besichtigen; heute finden dort häufig klassische Konzerte statt. Danach liefen wir zurück in die Stadt und stiegen auf die Isaak-Kathedrale (Isaakiewskaja pl. 1). Sie ist die prächtigste Kirche St. Petersburgs, eines der herausragendsten architektonischen Bauwerke des Architekten A. Montferrand. Die gigantische Goldkuppel der Isaak-Kathedrale dominiert die Silhouette der Stadt, von dort oben hat man einen imposanten Blick.
4.Tag:
Einen ganzen Tag planten wir, um uns das Alexander-Newskij-Kloster (Ploschtschad Alexandra Newskowo 58) anzusehen. Das Alexander-Newski-Kloster ist ein bekanntes russisch-orthodoxes Kloster in Sankt Petersburg. Es liegt am Ende des Newskij-Prospektes und wurde 1710 von Peter dem Großen gegründet. Angeblich hatte ein Nationalheld (Alexander Newskij) an dieser Stelle die Schweden besiegt. Das Alexander-Newski-Kloster ist ein Wallfahrtsort für orthodoxe Gläubige: Die Ende des 18. Jahrhunderts im klassizistischen Stil errichtete Dreifaltigkeits-Kathedrale gehört zu den Hauptkirchen der Stadt.
Auf ihrem Gelände befinden sich noch einige weitere Kirchen sowie die beiden bekannten Friedhöfe, der Tichwiner und der Lazarus-Friedhof. Es sind die ältesten Friedhöfe der Stadt, auf denen bekannte Komponisten, Schriftsteller, Bildhauer und andere Bekannte Persönlichkeiten begraben sind (u.a. Dostojewski ??).
Im Kloster selbst konnten wir der orthodoxen Zeremonie zuschauen. Auch hier ist ein angemessen ruhiges und zurückhaltendes Auftreten angebracht.
5. Tag:
Einen weiteren ganzen Tag nahmen wir uns für die Residenz in Zarskoje Selo. Wir fuhren mit dem Zug 25 km südlich ca. 40 Minuten und dann mit einem Kleinbus. Zarskoje Selo (Zarendorf — Sommersitz) ist zusammen mit dem Peterhof die schönste Zarenresidenz Russlands.
Vor allem der glanzvolle Katharinenpalast, der die Hauptattraktion bietet, verschlägt einem regelrecht den Atem. Die 300 m lange barocke Fassade mit ihren rhythmisch gegliederten weißen Säulen, vergoldeten Atlanten und Fensterrahmen bildet einen schönen Kontrast zu dem lasurblauen Wandgrund. Sein unvergleichlicher Luxus ist einzigartig und vor allem dem Baumeister Bartollomeo Rastrelli zu verdanken, der 1752 den Palast errichtete.
Die Palastkirche mit ihren 5 Kuppeln ist eine Mischung des russischen Stils mit dem des Barock. Der Palast entstand im Auftrag der Zarin Elisabeth, die ihn zu Ehren ihrer Mutter den Katharinenpalast nannte. Das legendäre und unvergleichbare Bernsteinzimmer wurde hier 1755 von Rastrelli eingerichtet. Die Bernsteintäfelung schenkte 1717 Friedrich Wilhelm I. von Preußen Peter dem Großen.
Insbesondere der Katharinenpalast war ein Höhepunkt der Reise.
6.Tag:
Winterpalast und Eremitage
Der Winterpalast gilt als eines der Prunkstücke des russischen Barock. Der Bau ist rechteckig mit großem Innenhof, jede Seite des Palastes ist anders geschmückt, die Fensterrahmen variieren von Geschoss zu Geschoss und von Seite zu Seite. Von den ungefähr 250 Museen der Stadt ist die Eremitage im Winterpalast mit 3 bis 4 Millionen Besuchern im Jahr das bedeutendste. Es ist eines der berühmtesten Kunstmuseen der Welt, ier ist eine unvorstellbar große Sammlung der europäischen Bildenden Kunst bis 1917 gesammelt worden. Sowohl als Gebäudekomplex als auch als eigenständige Kunstsammlung wurde Die Eremitage von der russischen Zarin Katharina der Großen begründet.
Auf die Eremitage sollte man sich gut vorbereiten!!! Man sollte wissen, was man sehen möchte und sich unbedingt vor Beginn noch einen Plan machen. Sonst ist man sehr schnell in den verschiedenen Gebäudekomplexen verloren und wird von der Kunst der Welt nur so überflutet und „orientierungslos". Exponate die man gern gesehen hätte, gehen so vielleicht unter.
7. Tag:
Am letzten Tag gab es eine Sammlung von Sehenswürdigkeiten, die wir noch sehen wollten, die uns plötzlich begegneten.
Die Aurora z.B. ist ein russisches Kriegsschiff der ehemaligen zaristischen Marine und liegt seit seiner Außerdienststellung 1956 als Museumsschiff in Sankt Petersburg vor Anker. Das Schiff gilt als Symbol der Oktoberrevolution von 1917, ihr Kanonendonner gab das Signal zum Sturm auf das Winterpalais.