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Xinjiang Uyghur Autonome Region

Xinjiang (Neue Grenze) ist die Westprovinz Chinas, mit 1,6 Millionen km² beansprucht sie 1/6 des gesamten chinesischen Territoriums. Die 19 Millionen Bewohner sind ein buntes Gemisch aus Uyghuren, Han-Chinesen, Kazakhen, Hui und weiteren Minderheiten. Geographisch ist Xinjiang ein riesiges Becken (Tarim), umgeben von hohen Gebirgsketten wie den Tien-Shan, der sich in weitem Bogen vom Westen nach Norden zieht, dem Pamir Hoch-plateau und Kunlun Gebirge im Süden als Abgrenzung zu Tibet. Die Gebirgsketten bildeten sich vor Jahrmillionen als sich der indische Subkontinent auf die eurasische Platte schob und den Urozean Thetys einschloss, der nun langsam austrocknete und die riesigen Sanddünen der Taklamakan-Wüste hinterlies.
Die sehr wechselvolle Geschichte beginnt mit den Tochariern (Yuezhi), die lange Zeit das Gebiet beherrschten bis sie von den mongolischen Xiongnu nach Baktrien abgedrängt wurden. Der Han-Kaiser Wudi eroberte im Kampf gegen die Xiongnu grosse Teile des Tarim-Beckens und errichtete Militärgarnisonen. Die Geschichte von Zhang Qian’s Expeditionen und die Wanderungen des buddhistischen Mönches Xuan Zang überliefern Schilderungen aus der damaligen Zeit. Es war die Blütezeit der Seidenstrasse, deren Karawanenwege am nördlichen und südlichen Rand der Taklamakan die Wüste umgingen und überall buddhistische Zentren hinterliessen, die heute wieder Ziel touristischer Pilgerfahrten sind. Nach dem Niedergang der Tang übernahmen Tibeter und Uyghuren die Herrschaft im Tarim, mit den Arabern wurde der Buddhismus durch den Islam abgelöst, die Mongolen unter Gengis Khan verwüsteten das Land, das danach von Gengis Sohn als Chagatai Khanat verwaltet wurde. Für lange Perioden waren die Oasenstädte des Tarim sich selbst überlassen und wechselten Loyalitäten mit Russland und den Manchu oder probten die Selbstständigkeit als Republik Ostturkestan. Als 1955 die Armee Mao Tsetungs im Tarim einmarschierte war es mit diesem politischen Geplänkel bald vorbei und Xinjiang wurde zur „Autonomen Region“ innerhalb der Grenzen der Volksrepublik.
Am 16. Oktober 1964 wurde in Lop Nor inmitten der Taklamakan der 1. chinesische Atomtest durchgeführt. Die Wüste verbirgt auch wertvolle Bodenschätze und Ölvorkommen deren Ausbeutung die Verbesserung der Infrastruktur (Pisten durch die Taklamakan, Strassenver-bindungen, Industrie) vorantreiben.
Haupstadt der Provinz ist Urumqi, heute eine moderne chinesische Stadt. Südlich davon und getrennt durch das Massiv des Bogdashan liegt die Oase von Turpan, eine Senke 135m unter dem Meeresspiegel mit den Relikten von Gaochang und den Astana-Gräbern, den Buddhagrotten von Bezeklik sowie Jiaohe, die ehemalige Militärpraefektur der Tang. Turpan ist auch bekannt wegen seines alten unterirdischen Bewässerungssystems, den Karez, den „flammenden Bergen“ und der süssen Trauben, die überwiegend zu Rosinen getrocknet werden.
Fährt man am Nordrand der Taklamakan weiter südwäts erreicht man über die Buddhagrotten von Kizil schliesslich die alte Karawanenstadt Kashgar (Kashi) am Fusse des Pamir. Weiter nach Westen gelangt man über Yarkand nach Khotan, bekannt durch die Jadevor-kommen im nahen Kunlun-Gebirge. Jade wurde als „kristallisiertes Mondlicht“ von allen chinesischen Herrschern äusserst geschätzt und als Tribut eingezogen. Khotan wurde auch durch den Schmuggel von Seidenraupenkokkonen einer Han-Prinzessin bekannt. Von hier aus nahm das Geheimnis der Seidenproduktion seinen Weg nach Europa. Westlich von Khotan führt eine Wüstenpiste quer durch die Taklamakan, eine Reise entlang endloser Sanddünen durch ein Gebiet so gross wie ganz Deutschland. 
Verfasser Dr. Reichel by Promofilm.ch

Tarimbecken

Tarimbecken

Uyghuren

Uyghuren

Gaochang

Gaochang

Jiaohe

Jiaohe

Kizilgrotten

Kizilgrotten

Subashi-Ruinen

Subashi-Ruinen

Id-Kha-Moschee,-Kashgar

Id-Kha-Moschee,-Kashgar

Abakh-Khoja-Mausoleum, -Kashg

Abakh-Khoja-Mausoleum,-Kashg

Sonntagsmarkt-Kashgar

Sonntagsmarkt-Kashgar

Pamir

Pamir

Mutztagh-Ata,-Pamir

Mutztagh-Ata,-Pamir

Taklamakan

Taklamakan
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