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Seit 1996 gibt es in Algerien die Präsidialpolitik. Alle 5 Jahre wählt somit das Volk das neue Staatsoberhaupt. Jedes Staatsoberhaupt kann nur einmal wiedergewählt werden, sodass spätestens alle 10 Jahre immer ein neuer Präsident das Land regiert. Durch ihn wird dann der Ministerpräsident ernannt, welcher als Vorsitzender der Exekutive dient. Die Legislative wird durch das Parlament gebildet, welches sich aus 389 Mitgliedern zusammensetzt. Die Mitglieder des Parlaments werden ebenso wie der Präsident alle 5 Jahre neu gewählt. Der Rat der Nationen, welcher ebenfalls für die Legislative benannt wurde, besteht aus 96 Mitgliedern. Diese werden durch die Kommunalräte alle 6 Jahre komplett neu gewählt und alle 3 Jahre zur Hälfte. Das Staatsoberhaupt legt hier ebenfalls 48 Mitglieder fest. Zu den Wahlen sind in Algerien alle Personen ab 18 Jahren zugelassen. Da es in Algerien weiterhin viele wirtschaftliche und soziale Probleme gibt, gewinnen die islamischen Bewegungen hier immer mehr an Zuspruch. Diese verlangen, dass sich die Innen- und auch die Außenpolitik an den strengen Regeln des Islams orientieren sollen. Im Bereich der Justiz finden hier sowohl das islamische Recht als auch das französische Recht einen Platz. Die höchste Instanz ist hier der Oberste Gerichtshof. Durch die Mitgliedschaft zu den Vereinten Nationen, der Afrikanischen Union, haben sich die politischen Verhältnisse im Land seit einigen Jahren stark verbessert.

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